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Nachhaltige Verpackungen im Fokus: Praxiseinblick im Netzwerk Zukunftswirtschaft

30.04.2026  |  Arbeit u. Wirtschaft

Volles Lager, volle Themenliste und ein Netzwerk, das genau dort ansetzt, wo es für Unternehmen konkret wird: Beim jüngsten Praxiseinblick im Netzwerk Zukunftswirtschaft erhielten die Teilnehmenden spannende Einblicke hinter die Kulissen des Unternehmens Winkler & Schorn in Roßtal. Das Netzwerk Zukunftswirtschaft ist eine gemeinsame Initiative der Regional- und Wirtschaftsförderung des Landkreises Fürth, der Stadt Fürth, der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken sowie der Handwerkskammer für Mittelfranken. Ziel ist es, Unternehmen zusammenzubringen, den Austausch zu Nachhaltigkeitsthemen zu fördern und praxisnahe Einblicke zu ermöglichen.

Einblicke in die Unternehmenspraxis

Mitten im Lager – authentisch, praxisnah und hervorragend organisiert – wurden die Gäste von Dr. Christian Lutzky und seinem Team empfangen. Bereits bei der Betriebsführung wurde deutlich: Verpackung ist weit mehr als „Hülle“. Unterschiedlichste Materialien, Anforderungen im Lebensmittelkontakt sowie die Frage, was eine Verpackung tatsächlich nachhaltig macht, standen im Mittelpunkt.

Als etablierter Spezialist für Lebensmittelverpackungen bot das Unternehmen direkte Einblicke in Strukturen, Prozesse und aktuelle Herausforderungen. Dabei wurde greifbar, wie eng fachliche Anforderungen, Kundenbedürfnisse und regulatorische Entwicklungen miteinander verzahnt sind.

Regulierung sorgt für Unsicherheit

Ein zentrales Thema der Veranstaltung war die zunehmende Dynamik regulatorischer Vorgaben. Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, sich in einem komplexen und sich stetig wandelnden Rechtsrahmen zu orientieren.

Häufig sind Vorgaben noch nicht ausreichend konkretisiert oder lassen sich nur schwer in die betriebliche Praxis übertragen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen und binden zusätzliche personelle und finanzielle Ressourcen. Für Unternehmen erschwert dies verlässliche Investitions- und Umsetzungsentscheidungen.

Im anschließenden Fachvortrag verdeutlichte Dr. Lutzky diese Entwicklungen anhand konkreter Beispiele aus der Unternehmenspraxis und zeigte auf, wie stark regulatorische Anforderungen bereits heute den Arbeitsalltag prägen – mit weiter steigender Tendenz.

Ergänzt wurde die Veranstaltung durch fachliche Einordnung von Katharina Boehlke. Sie gab einen Überblick über die kommende europäische Verpackungsverordnung (PPWR), die ab dem 12. August 2026 gilt. Parallel dazu wird auf nationaler Ebene an einem neuen Verpackungsdurchführungsgesetz gearbeitet, das das bisherige Verpackungsgesetz ablösen soll.

Klar ist: Die neuen Regelungen werden nahezu alle Unternehmen betreffen, die mit Verpackungen arbeiten; gleichzeitig bestehen derzeit noch Unsicherheiten hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung vieler Detailregelungen.

Austausch und Vernetzung als Schlüssel

Im anschließenden Austausch wurde deutlich: Das Thema nachhaltige Verpackungen bewegt viele Unternehmen und sorgt zugleich für Verunsicherung. Umso wichtiger ist es, frühzeitig Informationen zu erhalten, Entwicklungen einzuordnen und sich mit anderen Unternehmen sowie Fachexpertinnen und -experten zu vernetzen.

Genau hier setzt das Netzwerk Zukunftswirtschaft an. Mit Formaten wie dem Praxiseinblick werden Räume für Austausch geschaffen, Wissen gebündelt und Unternehmen dabei unterstützt, komplexe Themen praxisnah zu erschließen.

Fazit: Der Bedarf an Orientierung und Vernetzung ist groß und wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Das Netzwerk Zukunftswirtschaft wird diesen Prozess weiterhin begleiten.

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